Kaninchen im Haus

Im Haus wohnen die Kaninchen, die auf Grund ihrer gesundheitlichen Einschränkung nicht im Garten leben können. Dafür wurde das Erdgeschoss in 2 Bereiche aufgeteilt. Somit können 2 Kaninchengruppen ein behütetes Leben führen.

Niki

Niki ist ein Angorakaninchen, die gezüchtet werden, um ihr feines Fell als Wolle industriell zu nutzen. Mit einer schweren Beinverletzung kam sie als Fundtier ins Tierheim. Aufgrund der Schwere ihrer Verletzung musste das rechte Hinterbein amputiert werden. Zusätzlich hat Niki auch immer wieder Probleme mit den Zähnen und den Augen. Wir haben sie im Herbst 2016 zu uns geholt. Hier genießt sie fortan ein Leben, das auf ihre Bedürfnisse abgestimmt ist. Sie bekommt Brei zur Unterstützung ihres Gewichts und geraspeltes Gemüse, was ihr das Fressen erleichtert. Und wir haben sie in unsere Handicap-Gruppe integriert, wo sie nunmehr unter gleichgesinnten Kaninchen leben darf. Niki ist hier in Sicherheit und kann in Ruhe und Frieden ihren Lebensabend verbringen. Gemeinsam mit ihrem mittlerweile dritten Mann Rüdiger bewohnt sie ein 25m² großes Kaninchenzimmer.

 

 

Rüdiger

Seine roten Augen waren sein Verhängnis. Wir haben für Niki einen neuen Partner gesucht und sind in dem selbstbewussten, 9-jährigen Rüdiger fündig geworden. Er hat fast sein ganzes bisheriges Leben auf einem kleinen, nicht abgesicherten französischen Balkon gelebt. Nachdem seine Kaninchenpartnerin verstorben war, wollten die Besitzer ihn nicht mehr haben. Bevor er zu uns kam, hat er mehrere Monate allein in einer Pflegestelle gelebt. Aber warum? Er ist fit, gesund, durchgeimpft, kastriert. Er ist sozial zu anderen Kaninchen, liebenswert, neugierig gegenüber Menschen und kein bisschen ängstlich. Eigentlich alle Eigenschaften für eine leichte Vermittlung. Sobald jedoch Leute ein Foto von ihm bekamen, war das Interesse verschwunden. Rüdiger hat rote Augen. Der arme Kerl wurde nur deshalb ständig abgelehnt. Uns ist das egal…. rote Augen sind toll. Schön, dass du da bist, Rüdiger.

 

 

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Sammy

Wegen Überforderung wurde Sammy mit seinem Kumpel im Tierheim abgegeben. Er war völlig verwahrlost, zerzaust, abgemagert, hatte Schnupfen und Zahnprobleme. Bei uns musste er sich erst mal einer sehr langen Behandlung unterziehen. Er hatte zwischenzeitlich jeden Lebenswillen verloren. Doch wir haben es geschafft. Er hat zwar heute noch einige Probleme, vorallem mit den Augen, den Ohren und dem Fell. Aber er ist ein Teil unseres Lebens geworden und wir freuen uns jeden Tag, dass es ihm besser geht. Sammy ist ein deutscher Widder mit über 5 kg Gewicht. Er weckt uns jeden morgen um sein Futter einzufordern. Es fühlt sich wie ein halbes Erdbeben an, wenn er einmal los rennt. Zu seinen Kaninchendamen ist Sammy sehr liebevoll und deckt sie zärtlich mit seinen Ohren zu. Gerade wegen seiner grimmigen und gemütlichen Art haben wir Sammy in unser Herz geschlossen und hoffen, dass er bei uns noch viel Zeit verbringen darf.

Kessy

Kessy’s vorherige Besitzerin war ein junges Mädchen, welche das Interesse an ihr verlor. So landete Kessy im Tierheim. Sie ist nun ca. 7 Jahre alt. Wie auch Lotti, leidet Kessy an Zahnproblemen, Arthrose und Schnupfen. Zudem hat Kessy nur noch ein Auge, was sie jedoch nicht weiter beinträchtigt. Trotz ihrer Zahnprobleme liebt Kessy es zu futtern. Sie versucht sogar ihrem Brummbären Sammy die Leckerein zu stehlen. Kessy ist sehr sanft, zutraulich und fürsorglich zu ihren Artgenossen.

Charlotte (Lotti)

Lotti stammt aus einer großen Kaninchenhaltung. Sie wurde als Zuchtweibchen missbraucht und musste viele Babys auf die Welt bringen. Heute ist sie eine ca. 8 jährige, blinde, taube und ausgemärgelte Kaninchen-Omi, die bei uns ihren Lebensabend verbringen darf. Aufgrund ihrer Handicaps konnte sie mit den anderen Kaninchen in der Haltung nicht mehr mithalten und wurde gemobbt und gebissen. Bei uns ist sie unter Gleichgesinnten. Wir haben die Kaninchen-Toiletten extra auf ihre Bedürfnisse zurecht geschnitten. Sie läuft nicht gut, hat Arthrose und Schnupfen. Wir werden ihr die restliche Zeit so schön wie möglich machen.

Henry

Opa Henry ist im Januar 2018 bei uns eingezogen. Er wurde in einer Box ausgesetzt und hat gerade mal 900g gewogen. Seine Zähne sind ziemlich schlecht. Wir füttern ihn zwei Mal täglich mit Päppelbrei zu, weil er selbständig nicht viel Nahrung aufnimmt. Ansonsten ist er munter, zutraulich und einfach mega niedlich. Die alten und kranken Tiere liegen uns besonders am Herzen. Sie haben schreckliche Geschichten hinter sich. Wir möchten ihnen zeigen, dass das Leben auch wundervoll sein kann und es Menschen gibt, die sich um sie kümmern und ihnen das Leben so angenehm wie möglich machen.

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